Freie Gemeinschaftsbank

Die Freie Gemeinschaftsbank Genossenschaft wurde 1984 gegründet und engagiert sich für einen nachhaltigen Umgang mit Geld – für einen Geldfluss, der ökologisch, sozial und realwirtschaftlich ausgerichtet ist. Sie unterstützt durch ihre Kreditvergabe pädagogische und sozialtherapeutische Einrichtungen, ökologische Landwirtschaft – besonders biologisch-dynamische Landwirtschaft –, Projekte im Bereich Nachhaltigkeit, Wohngenossenschaften und gemeinschaftliches Wohnen sowie Projekte für eine soziale und faire Wirtschaftsweise. Die Freie Gemeinschaftsbank fördert einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Geld und engagiert sich dafür, Geldprozesse zu durchschauen.

Von 2015 bis 2017 hat die Freie Gemeinschaftsbank ein eigenes Gebäude im organischen Stil erbauen lassen. Es befindet sich an prominenter Lage im Gundeldingerquartier hinter dem Bahnhof Basel SBB. Die Fassade des Gebäudes symbolisiert mit ihrem statischen und ihrem dynamischen Teil die zwei Seiten einer Bank: Das Geld wird beim Sparen «stillgelegt» und durch die Kreditvergabe in der Realwirtschaft wieder «in Bewegung gebracht». Bei der Ausgestaltung und Inneneinrichtung des Gebäudes waren baubiologische Gesichtspunkte massgeblich. Das Land wurde der Bank ursprünglich von der Stiftung Nutzungseigentum am Boden im Baurecht zur Verfügung gestellt mit dem beiderseitigen Ziel, damit einen Beitrag gegen die Bodenspekulation zu leisten. Im Jahr 2020 fusionierte die Stiftung Nutzungseigentum am Boden mit der Stiftung Edith Maryon, womit Letztere die Rolle der Baurechtgeberin übernahm.

Im Saal der Freien Gemeinschaftsbank finden vielfältige Veranstaltungen zu Fragen eines anderen Umgangs mit Geld, zur kooperativer Wirtschaftsweise und zur gegenseitigen Vernetzung statt.

Projektdaten
Standort Meret-Oppenheim-Strasse 10, 4053 Basel, Schweiz
Grundstück 573 m2
Baujahr 2017
Architekt Walter Känel (Entwurf), Vischer Architekten (Ausführung)
Projektthema Kultur und Gewerbe
Nutzung Bank
Projektpartner Genossenschaft
Vertragsart Baurecht
Stiftungsunternehmen Stiftung Edith Maryon
Projektentstehung Stiftungsfusion
Projektbeginn 2020